Der südafrikanische Multikünstler William Kentridge ist dort während des Apartheit-Regimes aufgewachsen. Seine Eltern waren die Anwälte Nelson Mandelas. Er selbst ist inzwischen ein Weltstar. Er schuf Puppentheater, Operninszenierungen, Textilarbeiten, Grafiken und Filme. Kentridge setzt sich immer wieder mit Rassismus und Ungerechtigkeit auseinander. Heuer wurde er 70.
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden widmen ihm aus diesem Anlass neben dem Folkwang Museum in Essen gleich drei Ausstellungen: im Kupferstichkabinett, im Albertinum und in der Puppentheatersammlung.
Berühmt sind Kentridges Prozessionen, die er beständig gefilmt hat. In Dresden zog sein südafrikanisches Künstlerteam in den Abendstunden durch die Altstadt. Er eroberte den öffentlichen Raum von Pegida zurück. Der Umzug »Foot Power« verband alle drei Standorte der Ausstellungen.
Viele Dresdnerinnen und Dresdner reihten sich in den südafrikanischen Prozessionszug ein. Auch an dem berühmten 102 Meter langen Mosaik »Fürstenzug«, das genau besehen natürlich auch eine Prozession darstellt, agierten Kentridges Schauspieler.
Die komplette showcases-Ausgabe findest du hier: https://shop.showcases.de/html5/iphmK912Iz/rE0YPil1JNmMI/1

Kerstin Meisner-Schaul
Kerstin Meisner ist Unternehmerin, Netzwerkerin und Herausgeberin des Fachmagazins showcases. Seit mehr als 25 Jahren bewegt sie sich an der Schnittstelle von Livekultur, Eventwirtschaft und Kommunikation. Sie bringt Menschen zusammen, macht Künstler sichtbar und entwickelt Ideen, die über den nächsten Event hinausreichen. Mit ihrer Beratung und ihrem Engagement für GoFor!Artists setzt sie sich für neue Wege in der Künstlervermittlung und eine lebendige Veranstaltungsbranche ein.
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